Fasssauna selber bauen 2026 – Die komplette Schritt-für-Schritt Anleitung
Eine Fasssauna selber bauen klingt nach einem Traumprojekt – und das ist es auch. Der Gedanke, am Wochenende im eigenen Garten zu schwitzen, in einer Sauna, die man mit den eigenen Händen errichtet hat, ist kaum zu überbieten. Doch hinter dem romantischen Bild steckt ein handfestes Bauprojekt: Dauben müssen exakt gefräst und zusammengesetzt werden, der Ofen will fachgerecht installiert sein, und Belüftung sowie Abdichtung entscheiden über Langlebigkeit und Sicherheit.
Dieser Guide zeigt dir ehrlich, was auf dich zukommt: von der ersten Planung über die Kostenaufstellung bis hin zur fertigen Sauna im Garten. Ich unterscheide klar zwischen zwei Wegen – dem Bausatz-Aufbau (für die meisten die bessere Wahl) und dem kompletten Selbstbau aus rohem Holz (für echte Holzwürmer mit Fassbinder-Know-how). Du wirst sehen, dass sich der Selbstbau mit dem richtigen Ansatz lohnt: Bis zu 50 % Kostenersparnis gegenüber einem fertigen Modell sind realistisch. Aber Achtung – Zeit und Nerven zahlen ihren eigenen Preis. Bereit? Pack die Stichsäge aus, wir legen los.
Einen ersten Überblick über alle Fasssauna-Modelle, Größen und Preisklassen findest du in unserem großen Fasssauna-Ratgeber. Wer zunächst wissen will, welche Modelle wir empfehlen, schaut in unseren Fasssauna-Test.
- Kosten: 800 – 3.000 € (je nach Größe, Holzart und Ausstattung)
- Zeitaufwand: 2–5 Tage (Bausatz 2–3 Tage, Komplett-Eigenbau 4–5 Tage)
- Schwierigkeit: Mittel – handwerkliche Grundkenntnisse erforderlich
- Benötigtes Werkzeug: Akkuschrauber, Stichsäge, Wasserwaage, Gummihammer, Spanngurte, Winkelschleifer (Metallreife kürzen), Bohrmaschine
- Empfehlung für 95 % der Selberbauer: Bausatz statt Komplett-Eigenbau
🪚 Bausatz oder komplett selbst bauen – was ist besser?
Bevor du Holz kaufst oder einen Bausatz bestellst, musst du diese grundlegende Entscheidung treffen. Beide Wege führen zur Fasssauna – aber mit sehr unterschiedlichem Aufwand und unterschiedlichen Voraussetzungen.
Was bedeutet „Bausatz"?
Ein Fasssauna-Bausatz liefert dir alle vorgefertigten Teile in einem Set: Die Dauben (Längsbretter, die den Fassmantel bilden) sind bereits auf die richtige Breite gehobelt und an den Kanten mit Nut und Feder oder Rundfräsung versehen. Die Metallreife sind zugeschnitten, Boden- und Deckelplatten vorgebohrt. Du montierst nur noch zusammen. Keine Kreissäge mit Profi-Winkeleinstellungen nötig, keine Fassbinderkenntnisse, kein Ausmessen von Krümmungsradien.
Was bedeutet „kompletter Selbstbau"?
Beim echten Eigenbau kaufst du Bohlen oder Kanthölzer und bearbeitest alles selbst: Dauben auf den exakten Winkel sägen (bei einer 2-m-Sauna brauchst du je nach Daube 24–32 Einzelteile mit präzisem Trapezquerschnitt), Nut-Feder-Verbindungen fräsen, Reife selbst biegen oder schmieden. Das ist Fassbinder-Handwerk. Wer das nicht beherrscht, produziert eine undichte, unrunde Konstruktion, die sich im Winter verformt.
Vergleichstabelle: Bausatz vs. Komplett-Eigenbau
| Kriterium | Bausatz | Komplett-Eigenbau |
|---|---|---|
| Kosten Material | 1.200 – 2.500 € | 800 – 1.800 € |
| Werkzeugbedarf | Gering (Standard-Heimwerkzeug) | Hoch (Tischfräse, Kreissäge mit Winkelstopp) |
| Zeitaufwand | 2–3 Tage | 4–7 Tage |
| Handwerkliches Know-how | Mittel | Hoch bis sehr hoch |
| Fehlerrisiko | Gering | Hoch |
| Ergebnis (Passgenauigkeit) | Sehr gut (Werksgenauigkeit) | Hoch variabel |
| Individuelle Anpassung | Begrenzt (Farbe, Ofen, Zubehör) | Vollständig frei |
| Für wen geeignet? | 95 % aller DIYer | Erfahrene Holzwerker |
Unser klares Urteil: Für 95 % aller Menschen, die eine Fasssauna selber bauen wollen, ist der Bausatz die richtige Wahl. Du sparst enorm viel Zeit, vermeidest kostspielige Fehler und bekommst ein professionelles Ergebnis. Den echten Komplett-Eigenbau empfehlen wir nur, wenn du bereits Erfahrung in der Holzverarbeitung hast, eine Tischfräse besitzt und bereit bist, mehrere Probe-Dauben zu verschwenden.
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💰 Was kostet eine selbstgebaute Fasssauna? Detaillierte Kostenaufstellung
Die Kostenfrage ist entscheidend. Hier die ehrliche Rechnung – aufgeteilt nach Bausatz-Variante und Komplett-Eigenbau, für eine Standard-Fasssauna mit 2 m Durchmesser und 3,5 m Länge (Platz für 4 Personen):
| Kostenposition | Bausatz | Eigenbau |
|---|---|---|
| Bausatz / Rohholz (Dauben, Böden, Dach) | 900 – 1.600 € | 400 – 900 € |
| Holzofen (inkl. Schornstein/Kaminrohr) | 300 – 700 € | 300 – 700 € |
| Metallreife (Edelstahl oder verzinkt) | Im Bausatz enthalten | 80 – 150 € |
| Beschläge, Scharniere, Griffe, Schrauben | Teilweise enthalten, 30–80 € | 80 – 150 € |
| Fundament (Betonsteine, Holzbalken, Schotter) | 100 – 250 € | 100 – 250 € |
| Liegen, Innenausbau (Leisten, Haken) | 50 – 150 € | 80 – 200 € |
| Außenöl / Holzschutzlasur | 30 – 80 € | 30 – 80 € |
| Werkzeug (Leih oder Kauf, einmalig) | 0 – 200 € (Leih) | 0 – 600 € (Kauf) |
| Gesamt (Richtwert) | 1.410 – 3.060 € | 1.070 – 3.030 € |
Zum Vergleich: Eine fertige Fasssauna kostet 2.500 – 6.000 € inkl. Lieferung. Die Kostenersparnis beim Selbstbau liegt realistisch bei 30–50 %. Wer einen günstigen Bausatz findet und den Ofen separat bestellt, kommt mit rund 1.400–1.600 € davon. Weitere Tipps für günstigere Modelle gibt es in unserem Artikel zu Fasssaunen bis 2.000 Euro.
Wichtig: Das richtige Fundament ist kein Posten, an dem man sparen sollte. Eine schiefe oder feuchte Unterlage zerstört die gesamte Holzkonstruktion in wenigen Jahren.
🔨 Schritt-für-Schritt Anleitung: Fasssauna selber bauen
Hier ist der Kern dieses Artikels. Ich gehe davon aus, dass du einen Bausatz verwendest – das ist für die meisten der praxistauglichste Weg. Wo der Eigenbau abweicht, weise ich ausdrücklich darauf hin.
Schritt 1: Planung & Genehmigung 📋
Bevor du eine Schraube drehst: Kläre die Rechtslage. In vielen Bundesländern ist eine Fasssauna im Garten genehmigungsfrei – aber eben nicht überall. Entscheidend sind Rauminhalt, Abstandsflächen zum Nachbarn (meist 3 m) und die Frage, ob du einen Schornstein errichtest. Alles Wissenswerte findest du in unserem Artikel zur Fasssauna-Genehmigung nach Bundesland.
Plane außerdem den Standort: Ausreichend Sonneneinstrahlung zum Trocknen, geschützte Lage vor Wind, kurzer Weg zum Haus (du wirst nachts barfuß zur Sauna laufen). Maß nehmen: Für eine 2-m-Fasssauna mit Vorraum brauchst du ca. 4,5 × 2,5 m freie Fläche.
Schritt 2: Fundament vorbereiten 🪨
Das Fundament ist die Basis von allem. Die einfachste und günstigste Variante: 2–3 Holzbalken (Lärche oder kesseldruckimprägniert, 10 × 10 cm) auf Betonsteinen oder Schotterstreifen auflegen. Höhe: mindestens 10–15 cm über Bodenniveau, damit Regenwasser abfließen kann.
Wichtig: Die Balken mit der Wasserwaage exakt ausrichten – ein Gefälle von mehr als 2 mm auf 3 m führt dazu, dass die Sauna Richtung Tür „zieht". Betonplatten (60 × 60 cm) sind eine weitere gute Option. Ein festes Betonfundament ist nur bei sehr schwerem Ofen (über 150 kg) oder sehr nassem Untergrund nötig. Details zu allen Varianten in unserem Fasssauna Fundament Guide.
Schritt 3: Bausatz-Teile sortieren & prüfen 📦
Wenn der Bausatz ankommt (oft auf 1–2 Paletten), sofort alles auf Vollständigkeit prüfen. Breite alle Dauben nebeneinander aus und prüfe auf Risse, Astlöcher und Maßabweichungen. Reklamationen müssen sofort beim Händler gemeldet werden – nicht nach dem Aufbau. Leg dir alle Teile nach Baugruppe sortiert bereit: Bodenrahmen, Mantel-Dauben, Dachbereich, Metallreife, Beschläge.
Eigenbau: Hier schneidest du jetzt deine Dauben zu. Für eine 2-m-Sauna brauchst du Dauben mit einem Seitenwinkel von ca. 11,25° (bei 32 Stück). Verwende trockenes, verleimfreies Holz, 40–45 mm stark. Fräse anschließend Nut und Feder an jede Seite.
Schritt 4: Bodenrahmen & Bodenbretter montieren 🪵
Der Boden ist das erste feste Element. Montiere zuerst die beiden halbkreisförmigen Boden-Endscheiben an den Längsbalken (die Querverbinder). Achte auf exakt 90°-Winkel – ein verzogener Boden macht den gesamten weiteren Aufbau schwieriger.
Befestige die Bodenbretter mit Edelstahlschrauben (4 × 50 mm, mindestens 10 cm Abstand zwischen den Brettern für Belüftung und Wasserabfluss). Der Boden sollte leicht nach außen geneigt sein (1–2°), damit Schwitzwasser abfließt. Im Innenbereich kommt später noch ein erhöhter Lattenrost dazu.
Schritt 5: Dauben aufsetzen & Wände schließen 🏗️
Das ist der aufregendste Teil. Beginne an einer Endscheibe und setze die erste Daube ein. Arbeite dich reihum vor. Bei Nut-Feder-Verbindungen: Treibe jede Daube mit einem Gummihammer behutsam ein – niemals mit Eisenhammer, das spaltet das Holz.
Setze alle Dauben trocken ein, bevor du sie fixierst. Wenn alles stimmt, kannst du die erste Hälfte mit einem provisorischen Spanngurt zusammenhalten und auf der anderen Seite weitermachen. Wichtig: Überprüfe immer wieder mit der Wasserwaage, ob die Konstruktion lotrecht steht.
Schritt 6: Metallreife anbringen & spannen 🔩
Jetzt kommen die Metallreife – das sind die Stahlbänder, die das Fass zusammenhalten. In der Regel 4–6 Stück pro Sauna. Lege sie provisorisch auf, verteile den Abstand gleichmäßig (erster und letzter Reif ca. 30 cm von den Endscheiben). Ziehe die Spannschrauben zunächst nur leicht an, bis alle Dauben gleichmäßig unter Spannung stehen.
Dann diagonale Kontrolle: Messe von Ecke zu Ecke – wenn beide Diagonalen gleich lang sind, ist die Sauna rund. Jetzt alle Reife gleichmäßig auf Endspannung ziehen. Nicht überspannen – das Holz arbeitet noch und muss sich setzen können. Nach 2–3 Wochen nochmals nachziehen.
Schritt 7: Tür & Fenster einsetzen 🚪
Die meisten Bausätze liefern eine fertige Holztür mit Beschlägen. Prüfe vor dem Einsetzen den Ausschnitt in den Dauben – er sollte 3–5 mm Spiel auf jeder Seite haben (Holz quillt und schwindet). Montiere die Scharniere mit Edelstahlschrauben. Die Tür sollte nach innen aufgehen und einen Magnetverschluss haben (kein Riegel innen – Sicherheitsregel).
Fenster: Ein rundes oder ovales Fenster (30–40 cm Durchmesser) auf der der Tür gegenüberliegenden Seite verbessert die Belüftung enorm und macht die Sauna freundlicher. Dichte alle Fensterrahmen mit hitzebeständigem Silikon ab.
Schritt 8: Ofen installieren 🔥
Das ist der kritischste Schritt aus Sicherheitssicht. Der Ofen kommt auf die der Tür abgewandte Seite. Halte immer den Mindestabstand zu brennbaren Materialien ein: seitlich und nach hinten mindestens 30 cm, nach oben mindestens 50 cm. Stelle den Ofen auf eine nicht brennbare Unterlage (Feuerstein, Betonplatten).
Das Kaminrohr (meist 130–150 mm Durchmesser) führt senkrecht durch das Dach nach oben. Verwende doppelwandiges Edelstahlrohr für den Dachausgang und dichte die Durchführung mit einer hitzebeständigen Rosette ab. Für alles rund um den Holzofen in der Fasssauna haben wir einen eigenen Ratgeber.
Schritt 9: Innenausbau – Liegen & Belüftung 🛏️
Montiere die Liegeflächen aus Lauholzleisten (Erle, Espe oder Thermoholz, 28 × 68 mm). Zwei Ebenen: eine obere für Sitzende/Liegende (Höhe ca. 100–120 cm), eine untere als Sitzbank (ca. 40–50 cm). Alle Schrauben versenkt eindrehen – freiliegende Metallköpfe verbrennen dich bei Kontakt.
Belüftung: Bohre ein Zuluftloch nahe dem Boden (ca. 10 × 10 cm), möglichst gegenüber dem Ofen. Abluft über eine regelbare Klappe im oberen Bereich (nahe Dachfirst). Ohne funktionierende Belüftung wird die Luft in der Sauna stickig – ein Fehler, den viele Selbstbauer unterschätzen.
Schritt 10: Außenbehandlung & Dach 🏠
Das Dach deiner Fasssauna schützt das Holz vor Regen und UV. Viele Bausätze liefern Dachschindeln oder ein Bitumenvlies mit. Klebe und nagle die Schindeln dachziegelartig von unten nach oben, so dass das Wasser abläuft. Alternative: Ein Blech- oder Bitumenrohr.
Außenbehandlung: Trage auf alle unbehandelten Außenflächen ein wetterfestes Holzöl oder eine Lasur auf (z. B. OSMO UV-Schutzöl). Minimum 2 Anstriche mit 24 Stunden Trocknungszeit dazwischen. Auf Innenflächen ausdrücklich keine filmbildenden Lacke oder Lasuren – nur reines Saunaöl ohne Lösungsmittel ist geeignet. Tipps zur Fasssauna-Pflege findest du in unserem Pflegeguide.
🌲 Welches Holz eignet sich für eine Fasssauna?
Die Holzwahl entscheidet über Langlebigkeit, Optik und Pflegeaufwand. Hier ein Überblick der gängigsten Holzarten:
Fichte
Die günstigste Option und in Mitteleuropa sehr verbreitet. Fichte ist leicht zu bearbeiten, hat eine helle Farbe und riecht angenehm nach Harz. Nachteil im Innenbereich: Bei starker Hitze tritt Harz aus den Astlöchern aus – das kann auf Haut brennen und ist sehr unangenehm. Für den Außenmantel gut geeignet, für Liegen und Innenwände weniger ideal. Muss jährlich geölt werden, sonst Graufärbung durch UV.
Kiefer
Ebenfalls günstig und robust. Großer Nachteil: Kiefer harzt noch stärker als Fichte und ist im Innenbereich ungeeignet. Als Außenholz kann sie funktionieren, wenn sie regelmäßig behandelt wird. Für Fasssaunen insgesamt keine Empfehlung.
Thermoholz (Thermoespe, Thermofichte)
Thermisch behandeltes Holz – durch einen speziellen Dampf-Hitzeprozess werden Harze und Zucker ausgetrieben, die Zellstruktur stabilisiert. Ergebnis: kaum Quellen oder Schwinden, sehr resistent gegen Schimmel und Fäulnis, dunkelbraune Optik. Empfehlung für den Innenbereich. Preis: ca. 30–50 % teurer als unbehandelte Fichte. Details zu allen Holzarten für Fasssaunen findest du in unserem Holzarten-Vergleich.
Zeder (Westliche Rotzeder)
Das Premiumholz für Fasssaunen. Natürlich resistent gegen Pilze, Insekten und Feuchtigkeit, sehr aromatisch, dimensionsstabil, wunderschöne rötliche Maserung. Kein Harzaustritt, kaum Pflege nötig. Nachteil: Teuer (ca. 50–80 % Aufpreis gegenüber Fichte). Wer eine Fasssauna baut, die jahrzehntelang halten soll, greift hier zu Zeder – zumindest für die Innenflächen und Liegen.
⚠️ Die 5 häufigsten Fehler beim Fasssauna-Selbstbau
Aus hunderten von Selbstbau-Berichten und meiner eigenen Erfahrung haben sich fünf Fehler herauskristallisiert, die immer wieder gemacht werden:
Fehler 1: Unebenes oder feuchtes Fundament
Ein schiefes Fundament zieht die gesamte Konstruktion in Mitleidenschaft. Holz, das dauerhaft auf feuchtem Beton oder direkt auf Erde liegt, fault von unten. Investiere hier nicht am falschen Ende – 2 Stunden mehr für ein sauberes Fundament retten dir Jahre der Lebensdauer.
Fehler 2: Falsches Holz im Innenbereich
Kiefer oder Fichte mit hohem Harzgehalt für Liegen und Innenwände zu verwenden, ist ein schmerzhafter Fehler – buchstäblich. Harztropfen verbrennen Haut. Verwende ausschließlich harzarme Hölzer (Erle, Espe, Thermoholz, Zeder) im Innenbereich.
Fehler 3: Metallschrauben bündig oder sichtbar lassen
Schraubenköpfe, die aus Sitz- oder Liegeflächen herausragen, erhitzen sich in der Sauna auf 80–90 °C. Vertiefe alle Schrauben mindestens 3 mm und fülle die Löcher mit Holzstopfen oder Holzkitt.
Fehler 4: Belüftung vergessen oder falsch platziert
Ohne Frischluftzufuhr und geregelte Abluft staut sich feuchte, stickige Luft. Das ist nicht nur unangenehm, sondern lässt das Holz von innen schimmeln. Zu- und Abluft müssen auf gegenüberliegenden Seiten und auf unterschiedlichen Höhen positioniert sein.
Fehler 5: Zu kleinen Ofen wählen
Ein unterdimensionierter Ofen schafft es nie, die Fasssauna auf 80–90 °C zu heizen. Faustregel: 1 kW Leistung pro 1 m³ Raumvolumen. Eine 2-m-Sauna mit 3,5 m Länge hat ca. 11 m³ – also mindestens einen 9–12-kW-Ofen wählen. Unser Vergleich der besten Fasssauna-Holzöfen hilft bei der Auswahl.
🧰 Werkzeug-Checkliste für den Fasssauna-Selbstbau
Das brauchst du für den Aufbau eines Bausatzes. Beim Komplett-Eigenbau kommen Tischfräse und Kreissäge mit Winkelstopp dazu.
- ✅ Akkuschrauber (mind. 18 V)
- ✅ Stichsäge (für Aussparungen)
- ✅ Schlagbohrmaschine / Bohrhammer
- ✅ Wasserwaage (mind. 1 m lang)
- ✅ Meterstab & Bleistift
- ✅ Gummihammer (Holz nicht beschädigen)
- ✅ Spanngurte (4–6 Stück, mind. 5 m)
- ✅ Winkelschleifer (Reife kürzen)
- ✅ Schraubzwingen (4–6 Stück)
- ✅ Maßband (5 m)
- ✅ Säge (Hand- oder Kreissäge)
- ✅ Edelstahlschrauben (sortiertes Set)
- ✅ Silikonpistole (hitzebeständiges Silikon)
- ✅ Pinsel / Rolle (für Öl/Lasur)
- ✅ Schutzbrille & Handschuhe
- ✅ Leiter (für Dacharbeiten)
Die meisten Werkzeuge sind Standardausrüstung im Heimwerker-Keller. Was fehlt, kannst du günstig bei Baumarkt-Verleihstationen ausleihen (Tagesmiete für Bohrmaschine + Säge: ca. 30–50 €).
🤔 Lohnt sich der Selbstbau einer Fasssauna?
Die ehrliche Antwort: Ja – aber nur, wenn du die Zeit mitbringst. Die finanzielle Bilanz ist klar: Du sparst 30–50 % gegenüber einem fertigen Modell, also zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Das ist ein respektabler Betrag.
Der eigentliche Wert liegt aber woanders: Du kennst deine Sauna bis ins letzte Brett. Wenn irgendwann eine Daube reißt, ein Reif bricht oder der Boden erneuert werden muss, weißt du genau, was zu tun ist. Selbstgebaute Saunen sind leichter zu reparieren als zugeklebte, verschraubte Fertigmodelle.
Die Schattenseite: Du investierst 2–5 Tage Arbeit, hast ein gewisses Fehlerrisiko und brauchst jemanden, der dir beim Aufstellen hilft (ein Mannjob ist das definitiv nicht). Wenn du handwerklich wenig Erfahrung hast, ist die Gefahr groß, dass du mehr Zeit und Geld verlierst, als du ursprünglich geplant hattest.
Fazit: Für Heimwerker mit Grundkenntnissen und einem freien Wochenende ist der Bausatz-Aufbau ein klarer Gewinn – finanziell, handwerklich und emotional. Wer unsicher ist, schaut sich zunächst die Kaufberatung für Fasssaunen an oder vergleicht, was ein Testsieger-Modell kostet: Fasssauna Stiftung Warentest.
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❓ FAQ – Häufige Fragen zum Fasssauna-Selbstbau
Kann ich eine Fasssauna wirklich selbst bauen?
Ja – mit einem Bausatz ist das für handwerklich begabte Menschen absolut machbar. Du brauchst grundlegende Holzbearbeitungskenntnisse, das richtige Werkzeug und 2–5 Tage Zeit. Ein kompletter Eigenbau vom rohen Stamm ist hingegen Profis vorbehalten und erfordert Erfahrung mit Fassbindertechnik. Für die große Mehrheit der DIYer ist der Bausatz die zuverlässigere, sicherere und letztlich auch günstigere Wahl.
Was kostet eine selbstgebaute Fasssauna?
Die Kosten liegen je nach Größe und Ausstattung zwischen 800 und 3.000 Euro. Ein einfacher 2-Personen-Bausatz mit Holzofen kostet ab ca. 1.200 Euro. Der Eigenbau komplett aus rohem Holz ist nur dann günstiger, wenn du bereits viel Werkzeug besitzt und die Holzzuschnitte günstig bekommst. Fertige Fasssaunen kosten 2.500–6.000 Euro, der Selbstbau spart also 30–50 %.
Welches Holz eignet sich am besten für eine Fasssauna?
Thermoholz und Zeder sind die Topempfehlung: beide sind dimensionsstabil, resistent gegen Feuchtigkeit und Schimmel und benötigen kaum Pflege. Fichte funktioniert ebenfalls gut und ist günstiger, muss aber regelmäßig gepflegt werden. Von Kiefer im Innenbereich raten wir ab – sie harzt bei Hitze stark und kann bei Hautkontakt Verbrennungen verursachen.
Brauche ich für eine Fasssauna im Garten eine Baugenehmigung?
Das hängt vom Bundesland und der Größe ab. In den meisten Bundesländern gilt eine Fasssauna als Nebenanlage und ist bis zu einem Rauminhalt von 75 m³ (Bayern) oder 30 m³ (NRW) genehmigungsfrei. Prüfe die lokalen Bauvorschriften unbedingt vor dem Aufbau – Abstandsflächen zum Nachbarn sind dabei besonders wichtig. Unsere Übersicht nach Bundesland hilft dir dabei.
Wie lange hält eine selbstgebaute Fasssauna?
Bei guter Pflege und regelmäßiger Außenbehandlung hält eine Fasssauna aus Thermoholz oder Zeder problemlos 15–25 Jahre. Fichte-Konstruktionen halten 10–15 Jahre, sofern sie jährlich geölt werden. Die Metallreife solltest du alle 2–3 Jahre auf Rost prüfen und bei Bedarf nachfetten oder austauschen. Ein solides Fundament ist die wichtigste Voraussetzung für Langlebigkeit.
Was ist der größte Vorteil eines Bausatzes gegenüber dem kompletten Selbstbau?
Der größte Vorteil ist die Passgenauigkeit: Alle Dauben sind werksseitig auf Maß gefräst, gebohrt und vorgeformt. Du musst keine Fassbindertechnik beherrschen. Das spart Zeit, verhindert Fehler und garantiert ein dicht schließendes Endresultat. Zudem liefern gute Bausätze eine detaillierte Anleitung mit – das nimmt viel Planungsarbeit ab und macht das Projekt auch für weniger erfahrene Heimwerker erfolgreich.
- Deutsches Institut für Normung (DIN): DIN EN 13229 – Einbaugeräte und Heizkamine für feste Brennstoffe
- Landesbauordnungen der Bundesländer (Abstandsflächen, Nebenanlagen)
- SaunaMagie – Fasssauna Ratgeber Hub
- SaunaMagie – Fasssauna Test & Vergleich
- SaunaMagie – Holzarten-Vergleich für Fasssaunen
